Heuschnupfen: Eine lästige Plage für Millionen von Allergikern
Die Pollensaison hat wieder begonnen und mit ihr leiden Millionen von Menschen weltweit an Heuschnupfen, auch bekannt als saisonale allergische Rhinitis. In Deutschland allein sind etwa zwölf Millionen Personen betroffen, darunter auch über eine Million Kinder und Jugendliche. Der Start der diesjährigen Pollensaison war besonders früh und intensiv, bedingt durch hohe Temperaturen und wenig Regen im Februar, wie von Experten bestätigt wird.
Ein Blick auf die Ursachen und Behandlungsmethoden von Heuschnupfen
Die Pollensaison begann früh und stark, mit Erlenpollen, die besonders hohe Konzentrationen erreichten, vor allem in Nord- und Westdeutschland. Laut Torsten Zuberbier von der Charité Berlin steht nun die Birke in den Startlöchern, was bedeutet, dass bald auch ihre Pollen in der Luft sein werden.
Die verkürzten Schonzeiten für Allergiker
Experten sind sich einig, dass die verkürzten Schonzeiten für Allergiker auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sind, darunter der Klimawandel. Ein milderes Klima führt zu einem früheren Blühbeginn der Pflanzen und somit zu einem früheren Ende des pollenfreien Winters. Luftschadstoffe wie CO2, Ozon, Feinstaub und Stickoxide können allergische Reaktionen verschlimmern, indem sie die Pollen verändern und aggressiver machen.
Umweltbelastung in Städten und deren Auswirkungen auf Allergiker
In Städten sind Allergiker oft schlechter dran als auf dem Land, da die Luft hier mehr und aggressivere Pollen sowie andere Umweltgifte enthält. Studien haben gezeigt, dass auch Bodenschadstoffe, Asphaltversiegelung und Nährstoffmangel dazu führen können, dass Pflanzen in der Stadt mehr und aggressivere Pollen produzieren. Zudem können Umweltgifte wie Zigarettenrauch die Atemwege negativ beeinflussen und allergische Reaktionen verstärken.
Allergiker finden Linderung in den Bergen und an der Küste
Allergiker haben oft weniger Beschwerden in höheren Gebieten über 2000 Metern oder in Küstenbereichen und Inseln wie an der Nord- und Ostsee. Die Ursachen für Allergien sind vielfältig und umfassen neben Luftverschmutzung auch Hygiene, genetische Faktoren und das Stillverhalten von Babys.
Erkennungsmerkmale und Behandlungsmethoden von Heuschnupfen
Allergiker erkennen ihre Beschwerden an einer juckenden, laufenden Nase und geröteten Augen, die länger als sieben Tage andauern. Im Gegensatz zu einer Erkältung ist der Schleim bei einer Allergie farblos und wässrig. Allergologe Zuberbier rät dazu, bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen. Medikamente wie Antihistaminika können die Symptome lindern, während Kortisontherapie bei verstopfter Nase helfen kann. Einfache Maßnahmen wie Pollenschutzgitter am Fenster, Nasensprays und Nasenduschen können Allergikern ebenfalls Erleichterung verschaffen.
Schlusswort
Heuschnupfen mag eine lästige Plage sein, aber mit der richtigen Behandlung und Vorsorge können Allergiker die Pollensaison besser überstehen. Es ist wichtig, frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Beschwerden zu lindern. Mit der zunehmenden Belastung durch Umweltfaktoren ist es umso wichtiger, auf die individuellen Bedürfnisse von Allergikern einzugehen und sie bestmöglich zu unterstützen.