Comic-Kultfigur Werner “Brösel” feiert 75. Geburtstag mit gesunder Ernährung

Düsseldorf/Süderbrarup – Werner, die legendäre Comic-Kultfigur, bleibt auch im Alter von 75 Jahren ein Symbol für ewige Jugend, Bierdurst und freche Sprüche. Sein Schöpfer, Rötger “Brösel” Feldmann, feiert am Montag seinen Geburtstag und am Dienstag seinen Hochzeitstag mit der Frau, die ihn vor dem finanziellen Ruin bewahrte.

Ein Freigeist mit vielen Facetten

Rötger Feldmann, besser bekannt als “Brösel”, ist ein echter Freigeist mit vielen Facetten. Autodidakt und Vollprofi zugleich, vereint er Faulheit mit Perfektionismus, Derbheit mit Sanftheit, Exzentrik mit Bodenständigkeit und eine gehörige Portion Selbstironie. Er beschreibt seine berühmte Figur Werner als “Heiopei” und erkennt darin auch sich selbst.

Die Ursprünge von “Brösel” und Werner

Die Wurzeln von “Brösel” reichen zurück in eine behütete Kindheit im Hotel seines Großvaters in Travemünde. Nach dem Umzug nach Flensburg fand er seine Leidenschaft für Comics und begann mit dem Zeichnen von Schiffen. Sein Werdegang führte ihn von einer Lehre als Lithograf bis zu einer turbulenten Zeit der Arbeitslosigkeit. Trotz finanzieller Engpässe zeichnete er unermüdlich und schuf so die Grundlagen für den Erfolg von Werner.

Der Aufstieg und Fall des Werner-Imperiums

Die Veröffentlichung von Brösels Alter Ego, Werner, in “Pardon” markierte den Beginn eines kometenhaften Aufstiegs. Die Comics verkauften sich millionenfach und führten zu einem boomenden Geschäftsimperium. Doch der Druck des Erfolgs wurde zu viel, und das Unternehmen ging 2002 insolvent. Brösel selbst bezeichnet diesen Moment als Befreiung und erkennt in seiner Frau Petra die Retterin, die ihm half, die Rechte an Werner zurückzugewinnen.

Die heutige Brösel-Welt

Trotz seines Erfolgs bleibt Brösel im Zwiespalt zwischen Nostalgie und Perfektionismus. Er hinterfragt kritisch die Neuauflagen von alten Events und den Umgang mit seinem Vermächtnis. Doch auch mit 75 Jahren zeigt er sich flexibel und reflektiert über sein Leben und seine Kunst.

Ein Blick in die Zukunft

Mit seinem Alter wächst auch die Einsicht in gesündere Lebensgewohnheiten. Brösel setzt auf weniger Bier und mehr Bio-Gemüse aus seinem eigenen Garten. Werner bleibt jedoch unverändert: rebellisch, laut und immer knapp bei Kasse. Die Verbindung zwischen Schöpfer und Geschöpf bleibt stark, geprägt von gemeinsamen Feinden und einem unverkennbaren norddeutschen Humor.

Abschließend bleibt die Frage nach dem Fäkalhumor. Für Brösel und Werner gehört er einfach dazu, wie der norddeutsche Slang und der Slapstick. Denn letztlich gilt: Lieber unter Niveau amüsieren als über Niveau langweilen.

In einer Zeit, in der die Welt von politischen Unruhen und globalen Krisen geprägt ist, bleibt Werner eine Konstante. Brösel mag sich verändert haben, aber sein rebellischer Geist und sein unverwechselbarer Humor sind zeitlos. Wie er selbst sagt: “In Rente geht Werner deshalb noch lange nicht.”