US-Verbraucher fürchten starken Anstieg der Inflation durch Trumps Zölle

Die Angst vor einem massiven Anstieg der Inflation grassiert unter nordamerikanischen Konsumenten, wie eine kürzlich durchgeführte Umfrage enthüllt. Diese Befürchtungen werden von der Sorge begleitet, dass die Wirtschaft bald in eine Rezession stürzen könnte. Millionen von US-Verbrauchern sehen sich mit der Aussicht auf deutlich anziehende Preise konfrontiert, wie CNBC berichtet.

Umfrage der University of Michigan zeigt besorgniserregende Ergebnisse

Die jüngsten Ergebnisse einer Umfrage der renommierten University of Michigan verdeutlichen die düstere Stimmungslage unter den US-Konsumenten. Seit November 2022 war die Gemütslage nicht mehr so trübe. Zu dieser Zeit lag die jährliche Inflation bei alarmierenden 7,1 Prozent. Seitdem ist sie zwar deutlich gesunken, mit einer Inflationsrate von 2,9 Prozent im Dezember und einem wirtschaftlichen Wachstum von 2,3 Prozent im vierten Quartal des letzten Jahres schien die US-Notenbank Fed die Wirtschaft stabilisiert zu haben.

Dennoch erwarten Verbraucher einen sprunghaften Anstieg der Inflation auf 4,9 Prozent im kommenden Jahr, wie CNBC berichtet. Dies entspricht dem höchsten Wert seit November 2022. Selbst der US-Finanzminister, Scott Bessent, äußerte sich besorgt über die wirtschaftliche Entwicklung und warnte vor einer möglichen Rezession: „Es gibt keine Garantien, dass wir eine Rezession vermeiden können.“

Trump’s Zollpolitik sorgt für Pessimismus

Die jüngsten Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump bezüglich Strafzöllen haben bei den US-Verbrauchern Skepsis ausgelöst. Joanne Hsu, Direktorin der Umfrage, erklärte gegenüber CNBC, dass viele Verbraucher das hohe Maß an Unsicherheit im Hinblick auf die politische Entwicklung als Grund für ihre Sorgen nannten.

Donald Trump hat kürzlich Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl und Aluminiumimporte angekündigt, was auch EU-Staaten betrifft. Als Reaktion darauf kündigte die Europäische Kommission „starke, aber verhältnismäßige“ Gegenmaßnahmen auf US-Produkte wie Motorräder an. Die Folgen dieser Handelskonflikte könnten in beiden Wirtschaftsräumen steigende Preise und sinkende Umsätze zur Folge haben.

US-Aktienmärkte reagieren auf die Unsicherheit

Am vergangenen Freitag verzeichneten die US-Aktienmärkte Dow Jones und Nasdaq einen Anstieg, der jedoch laut CNBC eher auf die Hoffnung auf ausbleibende Neuigkeiten zu den Zöllen zurückzuführen war. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass ein neuer Optimismus unter Börsianern und Konsumenten aufgekommen ist.

In diesen turbulenten Zeiten der Handelsunsicherheit ist es entscheidend, dass Verbraucher und Anleger sich auf eine mögliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage vorbereiten. Die Zukunft bleibt ungewiss, und es liegt an Politikern, Wirtschaftsexperten und Verbrauchern gleichermaßen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um diese Herausforderungen zu bewältigen.