US-Sondergesandter über Putin-Trump-Verhältnis: „Er hat für seinen Freund gebetet“ – Analyse und Einschätzung

In einem ungewöhnlichen Interview mit einem rechten Kommentator sprach Steve Witkoff über das Verhältnis zwischen Donald Trump und Wladimir Putin, übernahm russische Narrative über ukrainische Regionen und zeigte eine erschreckende Unkenntnis über die Situation vor Ort.

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff betonte in einem Gespräch mit dem rechten Online-Kommentator Tucker Carlson, dass das Hauptproblem für die Beilegung des russischen Krieges in der Ukraine der Status der Krim und der vier von Russland besetzten Regionen sei. Witkoff nannte sie “den Elefanten im Raum” bei den Friedensverhandlungen, obwohl er nicht einmal die Namen Donezk, Luhansk, Herson und Saporischschja kannte. Er behauptete, dass die Menschen in diesen Regionen russischsprachig seien und sich bei Referenden mehrheitlich für russische Herrschaft ausgesprochen hätten, was jedoch nicht den internationalen Standards entspricht und unter Zwang stattgefunden haben soll.

Nach einem Treffen in Moskau preiste Witkoff Putin und äußerte sich positiv über den Kremlchef. Trotz seiner fehlenden diplomatischen Erfahrung rechnet Witkoff mit einem persönlichen Treffen zwischen Putin und Trump in den nächsten Monaten. Er sagte, dass Putin wisse, wie schwierig es für Trump sei, politisch nach Russland zu reisen, und dass es großzügig von Putin sei, ihn zu empfangen. Witkoff hielt Putin nicht für einen “schlechten Kerl” und betonte, dass die Situation komplex sei und es nie nur um eine Person gehe. Er strebe ein Vertrauensverhältnis mit Putin an und erklärte, dass Putin nach dem Attentat auf Trump im vergangenen Sommer für seinen Freund gebetet habe.

Mit Blick auf die Verhandlungen über ein Ende des Krieges in der Ukraine äußerte sich Witkoff optimistisch. Er betonte, dass es wichtig sei, dass sowohl die Russen als auch die Ukrainer zufrieden seien und dass Gespräche mit den Europäern geführt würden. Das Ziel sei eine 30-tägige Waffenruhe, um über einen dauerhaften Waffenstillstand zu verhandeln, und er glaubte, dass man diesem Ziel nahe sei.

Witkoff reiste in den letzten Wochen zweimal nach Moskau, um persönlich mit Putin über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu sprechen. Seine Bemühungen, eine Lösung zu finden, spiegeln die Komplexität und die Herausforderungen wider, die mit der Beilegung des Konflikts verbunden sind.