Verkehrsbehinderungen in Düsseldorf: Gegendemonstration blockiert Protestzug auf der Königsallee
Am Samstagnachmittag in Düsseldorf fand eine kontroverse Demonstration statt, bei der Hunderte Teilnehmer sich für Grenzkontrollen und gegen mehr Militärhilfe für die Ukraine aussprachen. Gleichzeitig blockierte eine Gegendemonstration den Protestzug, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte.
Protestzug für „Gemeinsam für Deutschland“ in Düsseldorf
Die Demonstration unter dem Motto „Gemeinsam für Deutschland“ zog am Samstagnachmittag in Düsseldorf zahlreiche Teilnehmer an, die sich für verschiedene Anliegen wie flächendeckende Grenzkontrollen und die Wahrung der Meinungsfreiheit einsetzten. Der Protest begann mit einem Autokorso an der Messe, an den sich Fußgänger anschlossen, um gemeinsam zum Schadowplatz zu ziehen. Deutschlandflaggen schmückten die Autos und wurden auch von den zu Fuß gehenden Demonstranten getragen. Die Polizei schätzte die Anzahl der Fahrzeuge auf etwa zwei Dutzend, während insgesamt etwa 600 Demonstranten teilnahmen.
Gegendemonstration und Polizeieinsatz
Das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ (DSSQ) sowie die Antifa und die Organisation „Jugend gegen Rechtsruck“ kündigten eine Gegendemonstration an, die von rund 200 Teilnehmern besucht wurde. An der Kreuzung am Platz der Deutschen Einheit trafen die beiden Gruppen aufeinander, begleitet von zahlreichen Polizeikräften. Hier vermischten sich Deutschlandflaggen mit Protestrufen gegen die AfD. Der Protestzug sollte weiter über die Königsallee zur Abschlusskundgebung auf dem Schadowplatz führen, wurde jedoch in Höhe des Dior-Ladens durch eine antifaschistische Blockade gestört. Die Polizei versuchte, die Demonstranten dazu zu bewegen, den Platz zu räumen, was jedoch nicht gelang. Daraufhin wurden Strafanzeigen wegen verschiedener Verstöße gefertigt.
Verkehrsbehinderungen und Umleitung des Protests
Die Blockade auf der Königsallee führte zu einer fast einstündigen Verkehrsbehinderung, bei der Demonstranten und Autos die Straße blockierten. Passanten versammelten sich neugierig, um das Geschehen zu beobachten. Vertreter von DSSQ erklärten den Vorfall und betonten, dass Rechtsextremisten in der Gesellschaft keinen Platz haben sollten. Schließlich wurde der Protestzug umgeleitet und konnte seinen Weg zum Schadowplatz fortsetzen. Teilnehmer aus anderen Städten wie Duisburg, Köln, Gelsenkirchen und Recklinghausen waren ebenfalls anwesend.
Deeskalation und friedlicher Verlauf
Trotz der Kontroversen blieben die Demonstrationen größtenteils friedlich, wie ein Polizeisprecher berichtete. Die Einsatzkräfte agierten deeskalierend und kooperativ, um die Situation unter Kontrolle zu halten. Im Vergleich zu früheren Demonstrationen gegen die AfD war die Teilnehmerzahl an diesem Samstag deutlich geringer. Während im Februar noch rund 13.000 Menschen auf die Straße gingen, nahmen an diesem Tag nur wenige Hundert an der Gegendemonstration teil.
Insgesamt verdeutlichte der Verlauf der Demonstrationen in Düsseldorf die gespaltene Stimmung in der Gesellschaft und die Notwendigkeit eines respektvollen Dialogs auch bei kontroversen Themen. Die Vielfalt der Meinungen und die friedliche Koexistenz unterschiedlicher Positionen sind wichtige Elemente einer lebendigen Demokratie.